A Quest for the Amber Pope

Ankunft in Qi
Der Start ins Abenteuer

Heute bin ich endlich in Qi angekommen. Die Reise war deutlich unbequemer und anstrengender als ich erwartet hatte. Ich habe mich gerade umgesehen, als mich eine Fontäne aus Unrat traf. Grund war eine tollpatschige junge Frau die in einen Sänftenträger des Herrn Rushton rannte. Ich konnte der Frau mit dem schönen Namen Lucille aber nicht böse sein, zu hübsch war ihr Anblick. Sie stand dort mit verwirrten Augen in denen sich die bunten Strahlen der Lichtbrücke spiegelten.
Die Sänftenträger sahen uns beide als schuldig an und brachten uns zu einem Raum der Ordnungshüter. Wir stellten uns einander vor, waren aber beide ein wenig ratlos, wie wir mit der Situation umgehen sollten.
Kurze Zeit später kamen eine nette, kleine, junge Frau mit herzerwärmendem Lächeln die auf den Namen Abigail hört und ein gelenkiger Mann namens Erik mit in unseren Raum. Wir konnten uns gerade vorstellen als eine weitere Dame mit strengem Gang in das Gebäude kam. Wie sich später herausstellte ist Salan, diese Frau, eine Angestellte von Die-Ta, die eine Drahtzieherin in Qi ist. Sie unterbreitete uns ein attraktives Angebot welches wir gerne annahmen.
Wir folgten ihr zu einer Gaststätte namens zerbrochener Krug und wurden dort Glenn vorgestellt, einem unsympatischen Mann mittleren Alters mit beschränktem Wortfluss. Wir werden uns aber mit ihm zusammenschließen, immerhin meint er es gut mit uns.
Am Abend hörten wir uns die Details unserer Aufgabe an. Ein sichtlich aufgeregter älterer Mann namens Orudas, angeblich der erste Kammerdiener der Königin von Berranock, hat uns damit beauftragt, den Holobildrecorder, der das Erbe der alten Königin verlautbart, unbeschadet zurückzubringen.
Dazu müssen wir in eine art Gebäude in der Form eines Hammers.
Jetzt gehe ich nach einer deftigen Nudelsuppe schlafen und hoffe, dass ich mich noch ein bisschen mit meinen Zimmerkollegen vertraut machen kann bevor mir die Augen zu fallen.

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Königin Enoras Rekorder
27.11.2015

Aufbruch am nächsten Morgen nach dem Frühstück in Richtung Four Marks. Rechts und links erstreckt sich weit und breit nur Grasland Nach einigen Hügeln ist Qi hinter uns verschwunden und der Verkehr nimmt gegen Mittag merklich ab. Ich weiß nicht, wie es den anderen geht, aber ich bin fast froh, wieder einmal aus den Schatten rauszukommen und frische Luft zu schnuppern. Allerdings grübele ich noch immer, wieso Salan – oder wer auch immer aus der Familie – auf die Idee gekommen ist, mich mit einer Truppe völlig Unbekannter wegzuschicken. Meine neuen „Gefährten“ machen den Anschein, als ob sie nicht mehr als Kids sind, die von der Welt noch nicht viel gesehen haben. Sie scheint ihre neue Situation allerdings nicht so zu belasten. Ob denen klar ist, mit wem sie sich eingelassen haben? Naja, andererseits ist das ja nicht meine Sorge!

Immerhin sind alle recht umgänglich und ich hoffe, die Gruppe kann gut zusammenarbeiten: Lucille scheint tough zu sein, aber noch jung, so Anfang zwanzig. Eric hat eine eigentümliche Art und macht mit seinem Klimperkram einen etwas wunderlichen Eindruck, ist aber bisher sehr höflich und freundlich. Nicht so wie Who, der auf mich furchtbar überkandidelt wirkt. Bleibt noch die Kleine. Abigail. Sie ist ebenfalls noch recht jung, munter, von kleiner Statur, hat lebhafte grün-gelbe Augen, lächelt viel …

Trotz des relativ späten Aufbruchs kommen wir bei gutem Wetter schnell voran. Nach etwa fünf, sechs Stunden Marsch über die Straße beschließe ich, eine Rast auf einem der wenigen Rastplätze einzulegen, in unserem Fall eine Bucht, die durch diese alten Quadersteine mit den technischen Quarzadern eingefasst wird. Who interessiert sich sofort dafür und sieht sie sich mit Eric zusammen näher an. Stimmt – er erwähnte seine Affinität zu Technik und Maschinen. Ebenso wie seine Neugier! Als er einen der Steine antatscht, gibt es eine elektrische Entladung, die auf Eric überspringt – mit dem Ergebnis, dass dessen Cyberarm einen Schlag bekommt und nutzlos an ihm herunterhängt … Keine Ahnung, ob Who mich überhaupt zur Kenntnis genommen hat, als ich noch gerufen habe, ja nichts anzurühren.

Unsere Pause wird etwas länger, während Eric vergebens versucht, seinen Arm zu reparieren. Am Ende bleibt sogar eine Schraube übrig. Nach etwa anderthalb Stunden machen wir uns wieder auf den Weg und laufen bis in die Dämmerung hinein, bis uns gegen Abend ein seltsames Gefährt entgegen kommt: eine Art schwebendes Wohnhaus, das von einem Zugtier gezogen wird. Der Kutscher stellt sich und seinen Laden als Veridons Kabinett der Absurditäten vor. Da wir sowieso schlecht ausweichen können und es Zeit für das Abendlager wird, nehmen wir die Einladung in den Laden ein und stöbern ein bisschen herum. Während Who das nächste Relikt für sich entdeckt, verguckt sich Abby in Veridons Begleiter: eine sprechende Fellechse mit eingeschränktem Wortschatz („Kundschaft!“/„Gratis!“) namens Xerxes.

Ein Mann namens B.O.L.G.

Was wir alle erst einmal für eine Art Kunstwerk, ein Relief in Menschengestalt, halten, entpuppt sich nach Whos neuerlichem Vorstoß als eine Vorrichtung für eine Art Karbonit-Stasis. Who löst den Auftau-Mechanismus aus und der bisher eingefrorene Mann fällt vor uns auf den Boden. Während Eric und Lucille den erzürnten und auf Kompensation beharrenden Veridon beschwichtigen, kümmert sich Abby um den sichtlich mitgenommenen Mann, von dem wir angesichts der metallischen Auswüchse auf seinem Körper nicht sicher sagen können, ob er nicht doch eher eine Art Roboter oder Cyborg ist.

Im Laufe des Abends und des nächsten Tages stellt sich in den Gesprächen mit dem sichtlich Desorientierten, der sich schließlich (nach einer Tätowierung auf seinem Arm) selbst den Namen B.O.L.G. gibt, stellt sich jedoch heraus, dass er wohl eine Art technisch verbesserter Klon ist, der zur Verteidigung seiner Heimat Terra Nova vor einer Felben genannten Rasse militärisch ausgebildet, eingefroren und offenbar vergessen wurde. Bolg hat nur sehr rudimentäre Erinnerungen an seine Vergangenheit und hat erst einmal keine andere Orientierung als sein Missionsziel – die Verteidigung von Terra Nova und die Sicherstellung einer besseren Zukunft. Uns ist – ebenso wenig wie ihm – nicht klar, aus welchem Zeitalter und welchem Teil der Neunten Welt er stammt. Ein Kartenfragment, das er bei sich trägt, zeigt uns jedoch einen Abschnitt der Uhr von Kala – so viel scheint uns sicher. Auch muss seine Zeit schon länger zurück liegen, denn er spricht eine sehr altertümliche Version der gemeinen Sprache, die wir gerade noch so verstehen. Who kann sich interessanter Weise besser mit ihm verständigen, aber der scheint ja auch sehr gelehrt zu sein.

Veridon, dem wohl doch nicht ganz geheuer ist, anstelle eines Kunstwerks einen lebenden Menschen gekauft und zum Verkauf angeboten zu haben und sich die „Sklavereivorwürfe“ noch einmal durch den Kopf gehen lässt, besteht schließlich darauf, dass wir Bolg mitnehmen – „sonst vergrault er nur die Kundschaft“. Bolg schließt sich uns also an – er wüsste sowieso nicht, wohin er sich wenden sollte und wir können ihn schlecht sich selbst überlassen, zumal sich Abby fürsorglich um ihn kümmert.

Takes one to know one

Wie um sich an uns für das entgangene Geschäft zu rächen, knöpft uns Veridon für ein Bett für die Nacht sowie eine Mahlzeit ziemliche Wucherpreise ab, zumal wir bei dem draußen hereinbrechenden Unwetter keine Lust mehr haben, uns mit Sturzregen, Blitz und Donner abzugeben – erst recht nicht mit Zelten, in die der Blitz einschlägt. Abby vermutet zwar eine Scharlatanerie, doch ich lege mich mit solchen Typen lieber nicht an. Ich hab‘ schon zu viel gesehen und möchte mich nicht darauf verlassen, dass das Gewitter vor Veridons Ladentür nur eine Illusion ist.

Der nächste Morgen, an dem wir bei trockenem, sonnigem Wetter mitten auf der staubigen Straße aufwachen zeigt allerdings, dass alles nur Lug und Trug war, einschließlich des Essens, wenn man Whos, Erics und Bolgs Magenschmerzen glauben darf. Auch das abgefackelte Zelt ist unbeschädigt. – Hatte Abby wohl doch Recht …

Ankunft bei den Four Marks

Zu sechst setzen wir unseren Weg fort und lernen bis zum Abend Bolg näher kennen. Er wirkt wie ein guter Kerl und er tut mir fast leid. Es muss heftig sein, in einer völlig fremden Welt aufzuwachen. Er erkundigt sich wiederholt, ob Frieden herrscht und ob die Felben besiegt sind. Dabei hat er einen gewissen Hang, alles sprichwörtlich zu nehmen. Beispiel gefällig?

Bolg: „Kann ich noch einen Apfel bekommen?“
Abby: „Klar. Hier, bitte.“
Bolg: „Wo kommen die her?“
Abby: „Mein Vater ist Bauer …“
Bolg: „Was baut er?“

In den Gesprächen erwähnt Abby irgendwann einmal, dass sie Geschwister hatte. Als ich nachhake und frage, was passiert sei, schaut sie zum ersten Mal traurig drein und meint, dass sie darüber nicht sprechen möchte. Also lasse ich das Thema fallen – jeder hat schließlich sein Bündel zu tragen.

Abends lagern wir etwa zwei Stunden entfernt von unserem Ziel: dem Bauwerk, das aussieht wie ein riesiger Hammer. Wir wissen noch nicht genau, was uns erwartet, aber wir entscheiden uns, vorsichtig zu sein und teilen Wachen ein. Schon von hier können wir das Grollen der Brandung an der Felsküste hören.

Ein Murde in der Dunkelheit

Okay, irgendwann holt sich Who eine Abreibung ab! – Während seiner Wache beschließt er, ein Feuer zu entfachen und sich ein paar Marshmallows zu braten – wo auch immer er die hergenommen hat. Keine Ahnung, ob ihm klar ist, dass er damit auf ebenem, wenig bewachsenen Gelände so etwas wie ein Leuchtsignal für die vermutete Räuberbande in dem Hammer abfackelt. Vermutlich nicht.

Immerhin weckt mich Lucy – sie fühlt sich aus einem Busch heraus beobachtet. Als ich meinen Bogen nehme und auf den Strauch ziele, rennt eine Gestalt davon.

Unsere Gruppe überrascht mich zum ersten Mal: Die anderen nehmen sehr fix die Verfolgung auf und Eric wirft der Gestalt treffsicher eine Cypher, die sich als Netzgranate entpuppt, hinterher, in der sich das Wesen verfängt. Unglücklicherweise stellt sich bei näherer Betrachtung heraus, dass es sich um einen Murden handelt. – Sogar Bolg kennt diese Pest noch aus seiner Zeit. Sie nannten sie damals Raven Men.

Who und Abby sind ihm am nächsten und fallen ziemlich schnell in seinen Bann, während ich mich hüte, in seine Nähe zu kommen. Diesen Scheiß muss ich mir definitiv nicht geben! Ich habe zuviele unschöne Erinnerungen. Glücklicherweise bin ich mit meinem Bogen ja aber auch nicht darauf angewiesen, mich dem Drecksvieh zu nähern!

Als sich Abby umdreht und mich mit einem unsteten Flackern in den Augen ansieht, töten Bolg und ich das Ding. Zur Sicherheit lege ich einen Pfeil auf Abby an, doch die Vorsicht ist unbegründet. Mit dem letzten Atemzug des Murden fällt auch der Bann von ihr und sie lächelt wieder ganz normal. – Glück gehabt!

Der Angriff auf das Murden-Nest

In der Morgenkühle des nächsten Tages brechen wir in Richtung des Hammers auf. Abby hat die Parasiten-verseuchte Robe des Murden an sich genommen, Lucy sein Kurzschwert. Eric, der offenbar Teleportation beherrscht, scoutet vor und kann zwei Murden im Toreingang des Hammers an zwei Kochfeuern beobachten.

Abby unterbreitet ihren Plan, sich als Murde verkleidet den beiden zu nähern und abzulenken, während wir uns anschleichen. Das Ganze geht im Schatten einer Buschreihe so lange gut, bis Who laut niesen muss und der Überraschungseffekt vorbei ist. In dem darauffolgenden Kampf wird Lucy durch eines der giftgetränkten Murdenschwerter vergiftet und Eric bringt mit einer Sonic-Granate beinahe den Turm zum Einsturz.

Nachdem Who – wie ich anerkennend feststelle – fast todesmutig das Gift aus Lucilles Wunde saugt und wir sie versorgt haben, trauen wir uns in den Turm. Als erstes entdecken wir die Überreste eines recht ekligen Mittagessens – vermutlich die Reste der überfallenen Karawane. Kein Wunder, dass man so dahergelaufene Tagelöhner wie uns auf diese Mission geschickt hat! Räuberbande –meine Fresse, was für eine Untertreibung. Zugegeben: Die „Kids“ haben sich bewährt. Das Zusammenspiel funktioniert erstaunlich gut, und zwar glücklicherweise ohne irgendein größeres Zutun meinerseits. Umso besser – ich war noch nie Anführermaterial!

Voller Erfolg

Kurz nach dem Selbstbedienungsbuffet entdecken wir auf einem Treppenabsatz in einer der höheren Etagen den offensichtlichen Anführer der Bande – einen zitternden Murden-Häuptling auf seinem Nest von gehorteten Schätzen. Er rückt ohne größere Gegenwehr den Rekorder heraus und erzählt uns obendrein, wer ihn beauftragt hat, die Karawane zu überfallen: Er hat seine Anweisungen vom „Spinnenritter“ erhalten. Dieser wohne in einem Turm in der Nähe von Qi und sei „gemein und böse“. Er habe ein Spinnengesicht, Hände wie Spinnen und so weiter und so fort.

Das werden ja schöne Neuigkeiten für Orudas sein. Ich schätze, Königin Enora von Bennarock hat noch ein ganz anderes Problem als ein paar Ursupatoren auf irgendeiner Insel, die sie nicht anerkennen wollen …

Wir lassen den Murden-Häuptling laufen. Er verdrückt sich, gibt uns allerdings noch einen Hinweis auf seine Schätze – einige Cypher, die er hinter seinem Thron versteckt hat. Aber die Gier ist bekannter Weise immer größer: Bolg und Eric wagen sich auf einen der Treppenabsätze mit Zugang zu dem Kopf des „Hammers“ vor und versuchen, eine Tür zu öffnen. Während wir anderen uns aus dem Staub machen, schaffen sie es tatsächlich, das durch die Sonic-Granate arg beschädigte Gebäude zum Einsturz zu bringen.
Als wir sie aus dem Schutt bergen können, der etwa 40 Meter über der Klippe zum Stillstand gekommen ist, ist es ein reines Wunder, dass sie unbeschadet sind und Eric den Rekorder retten konnte – das Gerät baumelt ausgerechnet an seinem maroden mechanischen Arm!

Ohne weitere Blicke zurück machen wir uns auf den Rückweg nach Qi, das wir etwa 2 ½ Tage später ohne weitere Vorfälle wieder erreichen. Die anderen haben einen recht guten Schnitt bei der Aktion gemacht. Ein paar Shins von den Murden, ein paar neue Cypher. Ich bin froh, wenn ich nach dieser Angelegenheit meine Ruhe wiederhabe, auch wenn ich befürchte, dass diese Hoffnung enttäuscht wird. Salan – oder wer auch immer aus der Familie – hat ja leider ein Wörtchen dabei mitzureden.

Ich bin gespannt, wie es für die Kids bzw. „uns“ weitergeht.

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Ein Haufen Aufträge und Pläne

Rückkehr nach Qui

Endlich waren wir zurück in Qui! Dem Datenrekorder ist auf unserer Reise zum Glück auch nichts passiert. Nur irgendwie sind bei unserer Ankunft Eric und Abigail verschwunden. Wann und wo habe ich nicht wirklich mitbekommen… WHO meinte sie wollten losziehen, um den kaputten Arm von Eric reparieren zu lassen und Abigail wollte sich einen Käfig für die Jagd kaufen. Ich wusste gar nicht, dass sie gern jagen geht. Vielleicht sollte ich sie mal darauf ansprechen, wenn sie wieder da ist. Naja auf jeden Fall hat uns Orodus in den „Zerbrochenen Krug“ beordert und wir erzählten ihm, dass Murden im Auftrag des Spinnenritters den Rekorder von uns klauen wollten. Dies schien ihn aber nicht so wirklich zu interessieren und er wich uns eher aus, als wir mehr über diesen mysteriösen Ritter erfahren wollten. Er meinte nur, dass dank unserer Hilfe die Thronfolge nun gesichert sei und seine Herrin uns zu einem Bankett in Bennarock einladen würde. Natürlich mussten wir B.O.L.G. erstmal erklären was das ist, aber als er hörte, dass es dort etwas zu Essen geben würde, war er Feuer und Flamme. Orodus riet uns – nach einer genauen Musterung seinerseits – angemessene Kleidung für das Fest zu kaufen, bevor unsere Reise morgen früh starten würde.

Besuch auf höherer Ebene

Nun ja, angemessene Kleidung in Qui zu finden stellte sich als schwerer heraus als gedacht. Nachdem wir lange im Schattenboden gesucht hatten, bekamen wir die Empfehlung ein oder zwei Ebenen nach oben zu klettern, da die Stoffe hier wirklich keinen Schin wert seien. Wir stiegen also eine kaputte Treppe nach oben, die durch die Verkaufsstände rechts und links wirklich eng war. Auf der ersten Ebene was es wesentlich heller als am Boden; orangenes Licht schien durch die Türme und vor uns lag ein Platz der im goldenen Sonnenlicht leuchtete. Meine Augen waren nicht an diese Helligkeit gewöhnt, weshalb ich sie mit meiner Hand abdunkeln musste, bis sie sich daran gewöhnt hatten. Kurze Zeit später fanden wir einen passenden Laden, der wirklich schöne Kleider für leider jedoch ziemlich hohe Preise hatte. B.O.L.G. zog sich, weltfremd wie er nun einmal ist, mitten auf der Straße eines der angebotenen Hemden an, was die Verkäuferin jedoch nicht zu stören schien, denn sie fing sofort an ihn bezüglich einer passenden Hose zu beraten. Mitgerissen von B.O.L.G.s Begeisterung, deckten wir uns sofort alle mit wunderschönen, neuen Klamotten ein: Während Glenn – dieser Geizhals – sich seine alten Sachen nur flicken und waschen ließ, probierten WHO und ich uns wild durch das Sortiment. Als wir eine kleine Modenschau veranstalteten, holten B.O.L.G. und Glenn ein paar Kisten für die Verkäuferin, Velena, aus dem Schatten, um den Preis für den Stoff und die Näharbeiten zu prellen. Bei ihrer Rückkehr nach einer gefühlten Dreiviertelstunde erzählte Glenn, dass sie von zwei Wärtern aufgehalten wurde, welche sie, auf der Suche nach Drogen, durchsuchten. Velena meinte, dass dies in letzter Zeit wohl öfter vorkommen würde – aber so wirklich hörte ich ihrer Konversation nicht zu, da ich mich immer noch nicht für den richtigen Rock entschieden hatte. Wenige Zeit später kehrten wir in den „Zerbrochenen Krug“ zurück und gingen eigentlich sofort schlafen.

Aufbruch zur Königin

Nachdem Glenn uns am nächsten Morgen noch fünf Schins von unserer Arbeitgeberin gegeben hatte, bei der er gestern Nacht noch gewesen war, holten wir unsere gewaschenen Sachen bei Velena ab. Die Reise nach Bennarock verlief ereignislos, nur ein paar Farmer kreuzten unseren Weg. Wir „ritten“ drei bis vier Stunden auf einer schwebenden Platte, die von mechanischen Pferden gezogen wurde – vorbei an Grasland und schwebenden Felsformationen, welche in der Ferne zu erkennen waren. Nach geraumer Zeit, entdeckten wir einen Turm, der zur Spitze hin aus bewegenden Ebenen bestand. Kurz vor unserer Ankunft hielten uns zwei schwer bewaffnete Männer an, die nicht wie normale Wachleute wirkten. Orodus schien sie aber zu kennen, denn er winkte ihnen zu und wies uns an, unsere Waffen abzulegen. Beim Betreten des Turms standen wir in einer riesigen Halle, die an den Wänden mit Wappen geschmückt war und an deren anderem Ende ein majestätischer Stuhl stand, auf dem eine wunderschöne Frau saß. Als diese uns erblickte, erhob sie sich und begrüßte uns. Sie schickte Orodus in die Küche und wies uns in Richtung der langen Tafel, die für uns sechs gedeckt worden war, obwohl Platz für 20 hungrige Mäuler wäre. Mit ihrer samtweichen Stimme erklärte sie uns, dass ein Mann namens Jils Bedewin – einer der Ältesten in Bennarock – nicht wolle, dass sie den Thron bekäme. Während Orodus uns das Essen brachte (Gulasch, Früchte und leicht angebranntes Brot), erteilte sie uns den Auftrag, dass wir den Rekorder zum Ältestenrat bringen und ihn abspielen sollen. Jedoch müsse die Information zuerst vom Rat authentifiziert werden, indem alle Mitglieder ihrem Namen oder Titel nennen und falls es dann immer noch Zweifler unter ihnen geben sollte, müssten wir folgende Nachricht überbringen: „Wenn binnen drei Tagen keine Akzeptanz meiner Thronfolge herrscht, werde ich mir den Thron mit Waffengewalt nehmen!“. Der Rat befinde sich in Bennarock und sie riet uns, eine Familie von Narsen zu besuchen, die etwa eine Stunde gen Süden wohnen würde und einen Nikalis besäße, der uns nach Bennarock fliegen könne. Zum Abschied gab sie jedem von uns einen Cypher und Glenn sprach sie auf den Spinnenritter an, doch auch sie wich diesem Thema aus und erwiderte nur, dass sich ihre Wächter darum kümmern würden. Als Belohnung für das Erfüllen ihres Auftrags versprach sie jedem von uns sechs Schins und einen Titel, der es uns ermöglichen würde, höhere Ebenen in Qui betreten zu können.

Aufbruch nach Bennarock

Also brachen wir auf, um der Familie der Narsen einen Besuch abzustatten. Nach etwa einer Stunde erreichten wir ein Gehöf, auf welchem ein älterer Mann mit großer roter Nase arbeitete. Er stellte sich uns vor (sein Name ist Norbert) und erklärte uns, dass er selber in einer Stunde nach Bennarock hochfahren würde und uns dann mitnehmen könnte. Während wir warteten, wurden wir von seiner Frau in das Haus auf einen Teller Frühlingssuppe eingeladen. Die Unterhaltung mit ihr war spannend – die beiden hatten schon viel zusammen erlebt. Nachdem Norbert uns zur Abfahrt abgeholt hatte, stiegen wir in den Nikalis (Ein wirklich komisches Geschöpf; halb Fisch, halb Heißluftballon). Die Fahrt/der Flug dauerte nur 20 Minuten und der Narse teilte uns noch mit, dass er in einer halben Stunde wieder nach unten reisen würde, ansonsten würde er erst morgen wieder kommen.

Übergabe des Rekorders

Bennarock stellte sich als eine wundervolle Stadt mit nostalgischen Bauernhäusern und einem ruhigen Marktplatz heraus, in dessen Mitte sich das Ratsgebäude befand. In der Ratshalle standen fünf Stühle, von denen drei besetzt waren. Ansonsten herrschte reges Treiben, Diener huschten von einer Ecke in die andere, beladen mit Tabletts voller Weingläser. Bei unserem Eintreten verstummten alle Gespräche und erwartungsvolle Blicke richteten sich auf uns. Als einer der Ratsmitglieder den Rekorder erkannte, wies er uns an, an das Feuer in der Mitte der Halle zu treten und ihn abzuspielen. Es erschien das Bild einer Frau in Rüstung, die mit kalter, klarer Stimme sprach, dass sie sich den Thron mit Gewalt hole, da ihre Großmutter getötet wurde. Bei der Aktivierung des Rekorders wurde ein Herzvirus innerhalb eines Kilometers verbreitet und sie wolle den Thron in den nächsten drei Tagen erhalten, ansonsten würde sie uns das Gegenmittel nicht geben. In dem Moment fiel es uns wie Schuppen von den Augen: Die Königin ist der Spinnenritter!

Ein mehr oder weniger durchdachter Plan

Der Rat wies uns an, eine Frau namens Clara zu besuchen, da sie uns sagen könne, ob wir wirklich infiziert wurden. Nachdem sie mit B.O.L.G. im Nebenzimmer verschwunden war sagte sie uns, dass sie nicht wisse, was es für ein Virus sei, aber wir seien definitiv mit irgendwas infiziert worden. Das beruhigte uns nicht wirklich, also mussten wir einen Plan aushecken: Wir würden zur Königin gehen und einfach nach dem Gegenmittel fragen, schließlich haben wir den Auftrag erfüllt und können auch nicht wirklich was für ihren Streit mit dem Rat.
Wir gelangten auch ohne Probleme zum Turm zurück und trafen die Königin in Rüstung an. Sie erklärte uns, dass die Murden den Rekorder von dem „Order of the Truth“ geklaut hatten und gab uns daraufhin unsere Belohnung und das Gegenmittel. Sie stellte uns vor die Wahl, sie entweder bei ihrer Krönung zu beschützen oder zurück nach Qui zu reisen. Wir schlugen ersteres aus, mit dem Plan im Hinterkopf, nachts nach Bennarock zu schleichen, um auf der Seite des Rats zu stehen. Bei unserem Aufbruch schickten wir noch eine Task Drone zum „Zerbrochenen Krug“, damit Abigail und Eric uns finden würden. Die Königin erteilte uns den Auftrag bei unserer Rückkehr in Qui nach Dieta und einem Aracna-Beast zu fragen. Beim Verlassen des Turms gingen wir jedoch nicht in Richtung Qui, sondern zogen nach Süden, um Norbert zu wecken, der uns nach Bennarock fliegen sollte.

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Rettet den Bernstein Papst
erste Etappe

Im Eon tempel in Qi trafen wir den etwas durchgedrehten Priester Zacharias, der uns von einer Verschwörung um den Bernsteinpapst berichtete. Dieser sei ausgetauscht worden und würde sich deshalb anders verhalten. Der alte Papst hätte einem Kriegszug gegen die Gaias im Norden nie zugestimmt. Dahinter stecke wohl eine große politische Intrige und wir sind die auserkorenen ehrenhaften Streiter die den den alten Papst finden und so das falsche Spiel der jetzigen Regierung aufdecken sollen.
Nach ein wenig Verhandlung was denn für uns dabei rausspringe versprach uns Zacharias viel Ruhm und Ehre und 100 Shins pro Person.
Zacharias gab uns eine seltsame Karte mit bunten Kreisen und Symbolen mit der keiner so richtig etwas anfangen konnte. Shoam aus Jutte sei der Letzte der den Papst lebend gesehen hat, weshalb wir zuerst nach Jutte reisen sollen. Die Bohnenranke, ein großer Turm hinter dem großen Gebirge, ist ein möglicher Aufenthaltsort des Papstes.
BOLG möchte die den Papst retten weil er die Äpfel rot macht.
Im Hafen von Qi treffen wir auf Captain Flynn, den Kapitän der Farting Goose, einem schwimmenden Hot Dog aus Metall mit Raketenantrieb und Gummischläuchen zur Kollisionsdämpfung. Nachdem wir Smutje Ahab und den rest der Crew kennen gelernt und die Fracht aufgeladen hatten ging der wilde Ritt los.
Alle außer Bolg erbrachen die gelbgrüne Seetangsuppe die es vor der Abfahrt gegeben hatte als das Boot mit irrer Geschwindigkeit wie eine flippender Stein über das Wassser hüpfte und dabei die Serpentinen in den Schluchten des Wyrflusses nahm. Nach eine halben Stunden wurde Fahrt ruhiger und das Bott glitt sanft in die Dämmerung. In der Nacht griffen sogenannte Clipper das Boot an und versuchten die Fracht zu klauen. Mit vereinten Kräften und nicht ohne ein paar Verletzungen davon zu tragen konnten die metallenen Vögel abgewehrt werden.
Zwei Tage später kamen wir in Wyr an wo wir fuhren nach einem kurzen Abstecher auf dem Markt mit einem Händler auf seinem, von vier Echsen gezogenen, Karren weiter Richtung Jutte fuhren.
An der Weggabelung nach Jutte stiegen wir vom Karren und folgten dem Trampelpfad zu Fuß. Kurz bevor wir mitten in der Nacht in Jutte in ein Bett im dortigen Gasthaus fallen konnten sahen wir nicht weit vom Weg seltsame Lichter. BOLG bewegte sich auf die vor einem seltsamen Konstrukt stehenden Personen in orangenen Kutten zu um nach dem Weg zu fragen. Auf das anrufen hin verschwanden diese erschrocken in den gebäudeartigen Konstrukt und die Personen samt Gebäude verschwanden im nichts. Nähere Untersuchung ergab das eine Tasche mit Nahrung und ein Notizbuch zurück gelassen wurden, welches von WHO untersucht wird. Glenn vermutet in dem Konstrukt einen Zugang zur Universität der tausend Türen.

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